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Recht – Grenzwerte

Grenzwerte für Mobiltelefone

Internationale Produktestandards

Der Gesetzgeber hat in der NISV die Emissionen von Handys nicht geregelt. Weil es sich bei Mobiltelefonen um handelbare Konsumgüter handelt, unterliegen diese den internationalen Handelsbestimmungen. Hinsichtlich Sicherheit gelten dabei die internationalen Produktestandards. Bei Mobiltelefonen bezieht man sich hinsichtlich Strahlung wesentlich auf die Empfehlungen der Internationale Kommission zum Schutz vor Nicht-Ionisierender Strahlung (ICNIRP). Massgebend ist dabei die Empfehlung der ICNIRP über die maximale lokale Erwärmung des Kopfes. ICNIRP empfiehlt eine Begrenzung der Leistungsabsorption auf 2 Watt pro Kilogramm Gewebe. Alle im Handel erhältlichen Apparate liegen unterhalb dieser Schwelle.

Maximale und durchschnittliche Leistungen

Die maximale Belastung misst man nahe beim Ohr in einer kleinen Region. Die Erwärmung kann bis etwa 0.5 oder 1 °C betragen (die durchschnittliche Erwärmung des ganzen Kopfs liegt unter 0.1 °C). Im Alltag sendet ein Handy meist nicht mit voller Leistung. Dann spielt ein hoher oder tiefer SAR-Wert für die aktuelle Belastung keine Rolle. Viel wichtiger ist dann, wie das Handy konstruiert ist. Je nach Design von Antenne, Gehäuse und „Eingeweiden“ wird ein grösserer oder kleinerer Teil der Sendeleistung absorbiert. Bei schlechten Geräten („schlecht“ hinsichtlich der Strahlenbelastung des Nutzers) wird weit mehr als die Hälfte der Leistung vom Kopf in Wärme umgesetzt.

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