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Technik – Basisstationsantennen

Situation in der Schweiz

Anzahl Standorte

Gegenwärtig (Mitte 2014) sind in der Schweiz von den drei Anbietern Swisscom, Orange und Sunrise über 16‘000 Antennenstandorte in Betrieb. Mit gezählt sind dabei auch die sog. Mikrozellen, das sind kleine, leistungsschwache Anlagen (< 6 Watt ERP), die an sehr stark frequentierten Orten wie Bahnhöfen oder Einkaufszonen zur Entlastung der „eigentlichen“ Basisstationen einen Teil der Nahversorgung übernehmen. Eine interaktive Karte, in der die Standorte und einige technische Rahmendaten aller Funkanlagen der Schweiz aufgeführt sind, ist von der Website des BAKOM abrufbar.

Darstellung der Funksender auf der BAKOM Website. Die Punkte stellen die Standorte der Mobilfunkbasisstationen dar. Die Farben kodieren die Dienste GSM, UMTS und LTE

Zukünftiger Bedarf

Der Bedarf an zusätzlichen Antennen in die Zukunft hinein ist sehr schwierig abzuschätzen, weil dieser stark vom Verkehrsaufkommen bzw. der Nachfrage nach Datendiensten abhängt. Je mehr Dienste nachgefragt werden, desto schneller ist die heute installierte Kapazität ausgeschöpft und es müssen neue Standort erschlossen werden. Tendenziell verdichtet sich so das Netz. Die Standorte versorgen dann kleinere Gebiete, wofür auch etwas niedrigere Sendeleistungen eingesetzt werden können. Der Aufbau des LTE-Netzes (4. Generation) wird bei den gegenwärtigen Grenzwerten zusätzlich einige tausend neue Standorte in der Schweiz benötigen, weil die Grenzwerte nahezu ausgeschöpft sind und keinen ausreichenden Leistungsausbau an den bestehenden Standorten zulassen.

Kostenaspekte

Eine Basisstation für 3 Makrozellen (2-3 km Reichweite auf dem Land, einige hundert Meter in der Stadt) kostet zwischen 400'000 und 700'000 Franken, ohne Akquisitions- und Planungskosten. Für eine einzige Makrozelle wird mit 200‘000-300'000 Franken gerechnet. Die kleinsten Anlagen – gebäudeinterne Pico-Zellen von wenigen Metern Reichweite – kosten zwischen 50'000 und 100'000 Franken. Mikrozellen mit Reichweiten bis ca. 100 Meter sind nur unwesentlich billiger als Makrozellen. Diese Grössenordnungen können sich jedoch aufgrund von technischen Neuerungen, die teilweise schon auf dem Markt sind, oder durch die Marktdynamik schnell ändern. Betreiber bezahlen Grundeigentümern eine jährliche Miete für den Standort. In ländlichen Gebieten beträgt die Miete zwischen 1‘000 und 5‘000 Franken, in städtischen Gebieten zwischen einigen tausend bis 10'000 Franken für begehrte Lagen. Auch diese Zahlen können nur als ungefähre Richtgrössen genommen werden.

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