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Technik – Basisstationsantennen

Standortwahl

Reichweite und Verkehrsaufkommen

Zellenstruktur bei Funknetzen. Quelle: FSM

Die Eigenschaften der Wellenausbreitung sind stark von der Frequenz abhängig. Je kurzwelliger die Strahlung, desto leichter werden Felder durch Gegenstände gedämpft und abgeschirmt. Die Mobilfunkfrequenzen senden in einem Frequenzbereich, in dem die Strahlung durch Objekte wie Häuser und die Topographie deutlich abgeschwächt wird. Die Reichweite einer Basisstation beträgt nur einige Kilometer, bei guten Sendebedingungen bis vielleicht 10 km oder mehr. Um die Schweiz ausreichend zu versorgen, braucht es deshalb relativ viele Sendestandorte. Zudem hängt die Anzahl Antennen auch vom Telefonverkehr ab, da nur eine begrenzte Anzahl Gespräche über eine Antenne geleitet werden können (die Bandbreiten der Mobilfunkfrequenzen sind nicht so gross, dass gewissermassen beliebig viele Gespräche abgewickelt werden können). Wo viele Leute leben und telefonieren, sind deshalb die einzelnen Funkzellen vergleichsweise klein. Entsprechend mehr Anlagen müssen installiert werden. Das hierarchische Netzwerk von den kleinsten Zellen für Anwendungen in Wohnungen (Femtozellen) bis zu den grossen Makrozellen die im ländlichen Raum bis um 100 Quadratkilometer abdecken kann zeigt die Figur. Eine interaktive Karte, in der die Standorte und einige technische Rahmendaten aller Funkanlagen der Schweiz aufgeführt sind, ist von der Website des BAKOM abrufbar.

Strahlenbelastung und Anzahl Standorte

Wenn man die Strahlenbelastung als ein Beurteilungskriterium nimmt, dann sind viele kleine Antennen besser als eine einzige grosse Antenne. Eine einzige, grosse Antenne hat in ihrem Umfeld eine höhere Strahlungsintensität als das kleine Antennen in ihrem Umfeld haben. In grosser Distanz strahlen grosse und kleine Antennen vergleichsweise ähnlich schwach. Eine einzige grosse Antenne beispielsweise ausserhalb einer Siedlung macht allerdings aus gesundheitlicher Sicht wenig Sinn. Bei dieser Lösung wird die Distanz zwischen einem im Siedlungsgebiet genutzten Mobiltelefon und der Basisstation im Durchschnitt deutlich grösser sein als im Fall von mehreren im Siedlungsgebiet verteilten Basisstationen. Bei grösserer Distanz zwischen Handy und Basisstation, muss das Mobiltelefon stärker senden als wenn die Distanz kleiner wäre. Eine weit entfernte grosse Basisstation hat deshalb zur Folge, dass die telefonierende Bevölkerung durch ihre Mobilgeräte deutlich stärker belastet würde als im Falle von vielen Antennen, die näher bei den Menschen stehen.

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