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Technik – Stromversorgung

Stromversorgung bei Eisenbahnen und elektrischen Nahverkehrsmitteln

Europa

Stromversorgung für Eisenbahnen in Europa. Quelle: wikimedia commons

In Europa basiert die Stromversorgung der Bahnen auf national sehr unterschiedlichen Standards, wobei auch noch innerhalb eines Landes verschiedene Systeme zum Einsatz kommen können; z.B. kann die Versorgung für Hochgeschwindigkeitsstrecken von derjenigen der historisch gewachsenen „normalen“ Verbindungen abweichen. Eisenbahnen werden sowohl mit Gleichstrom als auch mit Wechselstrom betrieben, und auch die Frequenzen und Spannungen unterscheiden sich regional (Figur).

SBB

Die SBB (Schweizerische Bundesbahnen) verwenden einphasigen Wechselstrom von 15 kV Spannung und einer Frequenz von 16.7 Hz. Das Fahrleitungsnetz beläuft sich auf etwa 8‘500 km. Für das 1‘800 km lange Übertragungsnetz von den 13 SBB-eigenen Wasserkraftwerken zu den Fahrleitungen werden Spannungen von 132 kV und 33 kV eingesetzt (Figur). 70 Unterwerke sind für die Transformation zuständig. Etwa 20% des Bedarfs wird durch Umformung von 50 Hz Strom aus dem „normalen“ Netz gedeckt.

Netzebenen bei der SBB-Stromversorgung. Quelle: SBB

Elektrische Nahverkehrsmittel

Nahverkehrsmittel wie Trams und Trolleybusse setzen in der Regel Gleichstromsysteme mit einer Spannung zwischen 500 oder 750 Volt ein (hierzulande werden 600 Volt eingesetzt). Moderne Fahrzeuge fahren auch mit Drehstrommotoren, was eine Konversion von Gleichstrom in Dreiphasen-Wechselstrom mit Hilfe von Wechselrichtern erfordert. Auch U-Bahnen bzw. Metros verwenden Gleichstrom mit 600 oder 750 Volt Spannung. Der Gleichstrom für diese Verkehrsträger wird mit Hilfe von Gleichrichtern aus dem 50 Hz Wechselstromnetz bezogen.

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