Science Brunch 13

EMF und Hirnaktivitäten – Effekte ohne Bedeutung?

Zu den wenigen reproduzierbaren nicht-thermischen Effekten von elektromagnetischen Feldern (EMF) auf den Menschen gehören Auswirkungen auf das Gehirn. So konnten etwa Beeinflussungen der Hirnströme mit EEG-Messungen nachgewiesen werden. Es konnte auch gezeigt werden, dass sich der regionale Blutfluss im Gehirn unter Einwirkung von EMF verändert und in kognitiven Experimenten wurden unterschiedliche Resul-tate bei Reaktions- und Gedächtnistests gefunden. Noch unklar ist, ob diese Beobachtungen auch für Kinder und Jugendliche zutreffen – oder allenfalls sogar stärker ausgeprägt sind – oder nicht.

Für manche elektrosensiblen Menschen sind diese Hinweise ein Beleg dafür, dass EMF das Wohlbefinden negativ beeinträchtigt und Kopfweh, Müdigkeit, Schlafstörungen und dergleichen Symptome bewirken kann. Wissenschaftlich ist unklar, wie EMF die Hirnphysiologie beeinflusst, welches die relevanten biopysikalischen und biochemischen Mechanismen sind. Deshalb kann die Foschung zum heutigen Zeitpunkt nichts gesicher-tes zu gesundheitlichen Aspekten in diesem Feld sagen.

Sind die Effekte deshalb bedeutungslos? Können wir überhaupt erwarten, durch hirnphysiologische Messun-gen etwas Bedeutsames über Wohlbefinden und Verhalten herauszufinden? Sind hier der Wissenschaft, speziell der Hirnforschung, Grenzen gesetzt?

An der Veranstaltung wird sowohl auf den Stand der EMF-Forschung auf diesem Gebiet, als auch auf Grund-satzfragen wie die oben erwähnten zu Grenzen der Neurowissenschaften eingegangen.

Programm

09:00   Türöffnung
09:15   Begrüssung Dr. Gregor Dürrenberger, Geschäftsleiter FSM
    Tischgespräch
09:30   Einführungsreferate
    Prof. Dr. Peter Achermann (Uni Zürich), „EMF und Hirnaktivität - Forschungsstand“
    Prof. Dr. Reto Huber (Kinderspital Zürich), „Ist das kindliche Gehirn sensibler?“
    Tischgespräch
10:10   Impulsreferat
    Prof. Dr. Lutz Jäncke (Uni Zürich), „Hirnforschung und Verhaltensforschung“
11:00   Diskussion
12:15   Abschluss der Veranstaltung
Moderation:   Dr. h. c. Beat Glogger, scitec-media

Referate

Prof. Dr. Peter Achermann (205 KB)

Prof. Dr. Reto Huber (337 KB)

Impressionen