Krebstagung 2009

Elektromagnetische Felder und Gesundheit: zwischen Ängsten und Wissen

Beinahe wöchentlich erscheinen Fachartikel und Zeitungsmeldungen zum Thema elektromagnetische Felder (EMF) und Gesundheit. Ein Dauerbrenner ist die Frage der Auswirkungen von Handys auf die menschliche Gesundheit. Im Alltag sind die Quellen elektromagnetischer Felder vielfältig: schnurlose Telefone, Hochspannungsleitungen, Haushaltgeräte, Radiosendeanlagen oder elektronische Warensicherungssysteme. Was weiss man heute über die Auswirkungen dieser Felder auf die menschliche Gesundheit? Besteht ein Zusammenhang mit Krebserkrankungen? Wo tappt die Wissenschaft noch im Dunkeln? Und wie gehen die Behörden mit möglichen Gesundheitsrisiken um?

Diesen und weiteren Fragen widmete sich die Krebstagung 2009, die von der Krebsliga Schweiz in Zusammenarbeit mit der Forschungsstiftung Mobilkommunikation durchgeführt wurde. Die Tagung wendete sich an Fachleute und Interessierte aus Wissenschaft, Politik, Behörden, Industrie, NGOs und Medien. Aufgezeigt und diskutiert wurden der aktuelle Stand des Wissens und der politischen Diskussion sowie die Haltung der Behörden.

Prof. Dr. med. Thomas Cerny
Präsident Krebsliga Schweiz

Dr. Gregor Dürrenberger
Geschäftsführer Forschungsstiftung Mobilkommunikation 
Bericht über die Tagung

Programm

Zeit:   Donnerstag, 12. Februar 2009
Ort:   Hotel Kreuz, Bern
Moderation:   Beat Glogger, Wissenschaftsjournalist und Autor, scitec-media GmbH, Winterthur
     
<em>ab 08.30</em>   <em>Türöffnung</em>
09.00   <strong>Begrüssung und Einführung </strong>
    Dr. Rolf Marti, Leiter Wissenschaftliches Sekretariat, Krebsliga Schweiz, Bern
    Dr. Gregor Dürrenberger, Geschäftsleiter Forschungsstiftung Mobilkommunikation, Zürich
09.15   <strong>Niederfrequente elektrische und magnetische Felder: Überblick über Expositionen und Gesundheitseffekte </strong>
    Prof. Dr. Norbert Leitgeb, Institut für Health Care Engineering, Technische Universität Graz
09.55   <strong>Hochfrequente elektromagnetische Felder: Überblick über Expositionen und Gesundheitseffekte </strong>
    Prof. Dr. Martin Röösli, Institut für Sozial- und Präventivmedizin, Universität Bern
<em>10.35</em>   <em>Pause</em>
11.40   <strong>Elektromagnetische Felder und Genom: Befunde aus Zellexperimenten </strong>
    Prof. Dr. Primo Schär, Departement Biomedizin, Universität Basel
<em>12.20</em>   <em>Gemeinsamer Lunch </em>
13.20   <strong>Fachpodium zum Stand der Forschung </strong>
    Referenten des Vormittagsprogramms
14.20   <strong>Elektromagnetische Felder und Gesundheitsschutz: Die Sicht der Gesundheitsbehörden </strong>
    Dr. Mirjana Moser, Bundesamt für Gesundheit, Bern
14.40   <strong>Elektromagnetische Felder und Gesundheitsschutz: Die Sicht der Umweltbehörden </strong>
    Dr. Jürg Baumann, Bundesamt für Umwelt, Bern
<em>15.00</em>   <em>Kurze Pause</em>
15.15   <strong>Podiumsdiskussion «Elektromagnetische Felder und Gesundheitsschutz im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Gesellschaft» </strong>
    Nationalrätin Dr. med. Yvonne Gilli (GPS), Ständerätin Christine Egerszegi-Obrist (FDP), Dr. Michael Burkhardt ( Sunrise ), Dr. med. Bernhard Aufdereggen (Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz), Prof. Dr. med. Franco Cavalli (Direktor Onkologisches Institut der italienischen Schweiz, IOSI)
<em>16.30</em>   <em>Ende der Krebstagung 2009</em>