Zum Thema Science Blog

Eine Analyse zur Lage der nichtionisierenden Kommunikation.
Von Satiriker Eugen M. Funk (emf).

01.02.2012

Seit über 10 Jahren kümmert sich die Forschung intensiv und seriös um die Abklärung allfälliger Risiken von nichtionisierender Strahlung. Bislang jedoch konnte die komplexe Sachlage nicht abschliessend geklärt werden. Deshalb ist mehr Forschung nötig. Eigentlich logisch. Nun habe ich aber aus dem Science-Blog des finnischen Wissenschaftlers Dariusz Leszczynski erfahren, dass ‚mehr Forschung‘ eigentlich nichts bringt. Tierstudien beispielsweise seien grundsätzlich unbrauchbar: Arbeiten, die keinen gesundheitlichen Effekt der Strahlung auf die Tiere zeigten, könnten nicht als Beweis der Harmlosigkeit der Felder für den Menschen dienen; und Arbeiten, die einen Gesundheitseffekt bei den Tieren belegten, wären kein Beweis für die Schädlichkeit der Strahlung beim Menschen. Hmm. Was würden wohl die Arzneimittelzulassungsbehörden zu solchen Buurezmorge-Argumenten sagen? Vermutlich verginge ihnen der Appetit. Neugierig geworden, durchstöberte ich den Blog weiter. In einem Kommentar zur Epidemiologie kommt Leszczynski zu derselben Einsicht wie bei den Tierversuchen. Aber in einem Fall plädiert er – und zwar entschieden – für mehr EMF-Forschung. Nötig seien Studien auf der molekularen Ebene, dort wo die elektromagnetische Strahlung wirke. Aha. Wie ich erfahren habe ist das auch der Ort, wo er selber wirkt, wenn er im Labor steht – wenn er denn im Labor steht, denn er verbringt, wie ich aus der Länge des Blogs und aus den Daten der weiteren Einträge folgern muss, mehr Zeit mit dem Verfassen von Webkommentaren als mit dem Schreiben von Laborberichten. Das reduziert immerhin die Gefahr, dass er forschenderweise einen Effekt findet, der eh nichts bedeutet, oder keinen Effekt, der alles bedeuten kann. (emf)