Zum Thema Tunnelbau

Eine Analyse zur Lage der nichtionisierenden Kommunikation. Von Satiriker Eugen M. Funk (emf).

11.04.2018

Schon einmal habe ich mich an dieser Stelle über Tunnelbau geäussert. Das war vor 2 Jahren im Zusammenhang mit der NEAT. Allerdings war damit nicht die hiesige NEAT gemeint, sondern es ging um Neue Erkenntniss Aus Tierversuchen, die just am Tag der Einweihung unseres alpinen Jahrhundertbauwerks in den USA veröffentlicht worden sind. Inzwischen haben sich Rauch und Staub auch im amerikanischen Stollen gelegt und die Ingenieure des Nationalen Tunnel Programms (NTP) haben ihre damalige Erfolgsmeldung hinsichtlich Ratten mit einer Gewinnwarnung versehen. Offenbar hält die Strosse nicht, was die Kalotte versprochen hat: die Stollenratten scheinen nicht in genügender Zahl dem Fänger hinterhergelaufen zu sein. Wie im gleichnamigen Märchen der Gebrüder Grimm ist der Rattenfänger aber auch hier kürzlich wieder zurückgekehrt. Im Unterschied zum Märchen diesmal nicht an denselben Ort, also Durham, North Carolina, sondern nach Bologna, Emilia-Romagna: ein italienisches Tunnel-Konsortium unter Führung der Ramazzini-Gruppe hat sich nämlich zu Wort gemeldet. Die Mineure aus unserem südlichen Nachbarland haben eidesstattlich erklärt, dass ihre Röhre derjenigen der amerikanischen Kollegen gleiche, sozusagen wie ein Loch dem andern. Das kann nicht viel Gutes bedeuten. Jeder tunnelgeologisch interessierte Zeitgenosse weiss, dass nicht nur Durham, sondern auch Bologna auf Sand und Lehm gebaut ist. (emf)