Zum Thema Viren - Klappe, die zweite

Eine Analyse zur Lage der nichtionisierenden Kommunikation. Von Satiriker Eugen M. Funk (emf).

06.03.2020

Vor 5 Jahren habe ich über Viren berichtet. Damals bedrohten Mikroben aus dem nördlichen Nachbarland unsere mentale Gesundheit. Eine Epidemie konnte glücklicherweise verhindert werden. Ganz anders die aktuelle Situation. Wir haben es mit zwei bereits nachhaltig wütenden Virenstämmen zu tun. Zum einen, diesmal aus dem südlichen Nachbarland eingeschleppt, das Coronavirus SARS-CoV-2. Es hält inzwischen die ganze Gesellschaft in Geiselhaft (einen satirischen Spruch dazu, der in der Originalfassung stand, habe ich inzwischen wegen der Ernsthaftigkeit der Lage gestrichen). Sodann das weniger präsente aber ebenfalls endemisch wirkende Politvirus STOP-5G (es handelt sich um eine aggressive Mutation des Vorgängers STOP-UMTS). Die Verbreitungspfade beider Erreger sind bekannt. Der Mutant stammt aus den USA und wurde, im Gegensatz zum Coronavirus, nicht auf natürlichem Weg über die Verkehrsnetze verteilt, sondern mit Hilfe von Bots dem globalen Nervensystem – dem Internet – injiziert. Wie genau aus einigen zerebralen Einspritzungen eine chronisch entzündete Schwarmintelligenz wurde, kann in der im August 2019 erschienenen Dokumentation des Global Disinformation Index nachgelesen werden. Weil dem Politvirus keine staatliche Aufmerksamkeit entgegengesetzt wurde, traf der Erreger auf fruchtbaren Boden. Glaubt man den Statistiken von Google Trends, so ist die Schweiz inzwischen der grösste Infektionsherd weltweit. Anstelle von Quarantäne widmen sich Kontaminierte hierzulande dem posten, liken, followen, botten und dergleichen viralen Aktivitäten. Mit digitaler Nachschwätzerei kann man zwar keinen Schaden an Leib und Leben anrichten, wie das SARS-CoV-2 tut, wohl aber die mentale Gesundheit von 5G-Risikogruppen gefährden. Hatten wir etwas ähnliches nicht schon vor einigen Jahren moniert? Klappe, die zweite. (emf)