emf-info

Im Glossar werden häufig verwendete Begriffe erklärt, die in den Wissenseiten vorkommen. Es werden viele biologische und medizinische Begriffe aufgelistet. Das bedeutet nicht automatisch, dass EMF deshalb gesundheitlich problematisch wäre. Die Zusammenhänge zwischen EMF, Biologie und Gesundheit werden in den Themenseiten dargestellt.

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HSCSD

HSCSD (High Speed Circuit Switched Data) ist eine verbesserte Version von GSM um die Geschwindigkeit zur Übertragung von Datenpaketen zu erhöhen. Bei HSCSD kann der Benutzer mehrere Kanäle gleichzeitig (dauerhaft) belegen. Abgerechnet wird über Anzahl und Zeit der belegten Kanäle. HSCSD ist die am wenigsten leistungsfähige Erweiterung von GSM. GPRS und EDGE haben deutlich höhere Übertragungsraten.

HSPA

HSPA heisst "High Speed Packet Access" und ist eine Erweiterung von UMTS (sog. 3.5G). Die Übertragungsrate ist gegenüber UMTS markant verbessert, in den neuesten Versionen liegt sie im Downlink (von der Basisstation zum Endgerät) um einen Faktor 50 höher als bei UMTS.

ICNIRP

Abkürzung für ?International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection? (Internationale Kommission zum Schutz vor Nicht-Ionisierender Strahlung). Es handelt sich um eine internationale Vereinigung unabhängiger Wissenschaftler zur Erforschung der Auswirkung nichtionisierender Strahlung auf den Menschen, und zur Ausarbeitung von Empfehlungen zum Schutz vor übermässiger Exposition gegenüber EMF und optischer Strahlung.

IGW

Abkürzung für ?Immissionsgrenzwert? in der NISV. Der Immissionsgrenzwert muss an allen Orten, wo sich Menschen aufhalten können, eingehalten sein.

In vitro Studien

Laborstudien mit isolierten, aus Lebewesen entnommenen Zellen oder Zellkulturen

In vivo Studien

Laborstudien am lebenden Organismus (v. a. Tierstudien)

ionisierende Strahlen

Strahlung, die genügend Energie besitzt, um Bausteine von Lebewesen (Atome, Moleküle) zu verändern. Ionisierende Strahlung wie Röntgenstrahlung oder Radioaktivität kann den Organismus direkt und unwiderruflich schädigen.

Kanzerogenese

Schrittweise Veränderung einer gesunden Zelle zu einem bösartigen Tumor

kardiovaskuläre Veränderungen

das Herz und das Gefässsystem betreffende Veränderungen

Kilo (k), Mega (M), Giga (G), Tera (T), Peta (P)

Abkürzungen, welche Grössenordnungen angeben. Die Grössenordnungen können sich auf eine beliebige Grundeinheit beziehen, z.B. bei Energiefragestellungen auf Wattstunden (Wh; z.B. Kilowattstunden, kWh), in der Elektrotechnik auf die Frequenz in Hertz (Hz; z.B. Megahertz, MHz). Die Grössenordnungen liegen jeweils um einen Faktor 1000 auseinander, sind also nur nützlich, wenn die Spannweite der relevanten Zahlen enorm gross ist. Im Unterschied zur Reihe Milli-Mikro-Nano-etc., welche von der Grundeinheit 1 aus jeweils einen Faktor 1?000 kleiner wird, vergrössert die Reihe Kilo-Mega-Giga-etc. die Grundeinheit jeweils um einen Faktor 1?000. In aufsteigender Folge ist k 1?000 Mal grösser als die Grundeinheit (=1), M ist 1?000 Mal grösser als k (oder zusammen genommen ist M 1 Million Mal grösser als die Grundeinheit), etc.

Kognitive Leistungsfähigkeit

Leistungsfähigkeit, die mit dem Wahrnehmen und Erkennen zusammenhängt (Denken, Erinnern, Lernen und Urteilen)

LTE

LTE heisst ?Long-Term Evolution? und ist die aktuell neueste (vierte) Mobilfunkgeneration (4G). Ihre Datenrate ist um einen Faktor 10-20 höher als bei HSPA und liegt im Bereich von 100-300 Mbps. LTE erlaubt die Nutzung von bestehenden UMTS-Infrastrukturen, weshalb man die Technologie manchmal auch als Generation 3.9G bezeichnet.

LTE advanced

LTE advanced heisst ?Long-Term Evolution advanced?. Es handelt sich um eine Weiterentwicklung von LTE. Zur Steigerung der Datenraten werden höhere Bandbreiten eingesetzt. Die Geschwindigkeit kann bis zu 1 Gbps betragen.

Mbps, kbps

Mbps steht für Megabits pro Sekunde, kbps für Kilobits pro Sekunde. Die Masseinheiten bezeichnen Übertragungsgeschwindigkeiten bei der Datenübermittlung. 1 Mbps bedeutet, dass pro Sekunde 1 Million Bits übertragen werden können. Bei 1 kbps sind es 1?000 Mal weniger. Ein Bit ist eine digitale Informationseinheit (0 oder 1). Für ein Zeichen (z. B. Buchstaben oder Zahl) werden normalerweise 8 Bits (= 1 Byte) benötigt. Demzufolge könnten mit 1 Mbps in einer Sekunde 125'000 Zeichen (oder 25 A4-Seiten kleingedruckter Text) übermittelt werden.

Melatonin

Melatonin ist ein Hormon, das von der Zirbeldrüse im Gehirn produziert und unter dem Einfluss von Dunkelheit ausgeschüttet wird. Es reguliert durch die Veränderung seiner Konzentration den Tag-Nacht-Rhythmus von Mensch und Tier.

Mikrokerne

Durch Einwirkung von genotoxischen Stoffen können bei der Zellteilung die Chromosomen nicht vollständig aus dem Kern ausgestossen werden. Es bleiben dann Chromosomen oder Teile davon als Fragmente mit eigener Kernmembranhülle zurück.

Milli (m), Mikro (µ), Nano (n), Piko (P), Femto (f)

Abkürzungen, welche Grössenordnungen angeben. Die Grössenordnungen können sich auf eine beliebige Grundeinheit beziehen, z.B. in der Elektrotechnik auf die magnetische Flussdichte in Tesla (T; z.B. Mikrotesla, µT) oder die elektrische Kapazität Farad (F; z.B. Pikofarad, pF), oder in der Oberflächenphysik auf die Länge in Meter (m; z.B. Nanometer, nm). Die Grössenordnungen liegen jeweils um einen Faktor 1?000 auseinander, sind also nur nützlich, wenn die Spannweite der relevanten Zahlen enorm gross ist. Im Unterschied zur Reihe Kilo-Mega-Giga-etc., welche von der Grundeinheit 1 aus jeweils einen Faktor 1?000 grösser wird, verkleinert die Reihe Milli-Mikro-Nano-etc. die Grundeinheit jeweils um einen Faktor 1?000. In absteigender Folge ist m 1?000 Mal kleiner als die Grundeinheit (=1), µ ist 1?000 Mal kleiner als m (oder zusammen genommen ist µ 1 Million Mal kleiner als die Grundeinheit), etc.

MIMO

Akronym für: Multiple Input Multiple Output. Gemeint sind damit Mehrfachantennen bei Sendern und Empfängern. Eine Verdoppelung der Antennenzahl erlaubt ungefähr eine Verdoppelung der Datenmenge bei derselben Sendeleistung. Unter massive MIMO (mMIMO) versteht man eine sehr grosse Anzahl Antennen (z. B. Arrays aus 8x8, 16x16, etc. Antennen), die ein sog. Beamstearing ermöglichen, also eine Bündelung und Lenkung der Abstrahlung hin zu den Empfangspunkten.

Multiple Sklerose (MS)

MS ist eine chronisch entzündliche Krankheit des Zentralnervensystems. Je nach dem Ort der Entzündungsherde können die Symptome sehr unterschiedlich sein (Seh-, Sprech-, Bewegungsstörungen, Muskelschmerzen etc.). Die Krankheit schreitet meist schubweise über viele Jahre fort. Die Ursachen sind unbekannt.

Nicht-ionisierende Strahlung (NIS)

Unter nicht-ionisierender Strahlung zählt man im Frequenzspektrum die elektromagnetischen Felder (EMF), die Infrarotstrahlung und die optische Strahlung. Die UV-Strahlung bildet den Übergang zur sog. ionisierenden Strahlung. Letztere ist so energiereich, dass sie dem menschlichen Körper direkt schaden kann. Bei NIS ist das nicht der Fall.