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Gesundheit – Kognitive Fähigkeiten

Untersuchung des Einflusses elektromagnetischer Felder von Handys auf kognitive Fähigkeiten. Die Studienteilnehmer werden für 30 Minuten kontrolliert elektromagnetischen Feldern wie sie beim normalen telefonieren auftreten ausgesetzt. Während diesen 30 Minuten werden kognitive Tests für Reaktion, Aufmerksamkeit, Konzentration und Arbeitsgedächtnis durchgeführt. Quelle: www.pharma.uzh.ch

Unter kognitiven Fähigkeiten versteht man im Allgemeinen die geistigen Fähigkeit oder Denkleistungen wie zum Beispiel

  • die Aufmerksamkeit
  • die Erinnerung
  • das Lernen
  • das Planen
  • die Orientierung

Diese kognitiven Fähigkeiten beruhen beim Menschen ganz wesentlich auf der Sprache. Von der Kognition unterschieden werden häufig Instinkte, Reflexe, Emotionen, Gefühle, Intuitionen, Kreativität oder Gewohnheiten.

Der Einfluss elektromagnetischer Felder

Um mögliche Wirkungen elektromagnetischer Felder auf kognitive Fähigkeiten zu untersuchen, werden Studien sowohl an Menschen als auch an Tieren durchgeführt. Dabei kommen spezialisierte Testverfahren zum Einsatz, etwa in Humanversuchen Reaktionstests oder in Tierexperimenten Labyrinthtests. Mit einem Elektroenzephalogramm (Elektroenzephalogramm (EEG)) können kognitive Leistungen aufgezeichnet werden. Ziel ist es dabei, herauszufinden ob, wo und wie elektromagnetische Felder die Gehirnaktivität und damit verbundene Funktionen beeinflussen. 

In den letzten Jahren wurde vor allem die kurzfristige Wirkung von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern des Mobilfunks (Handys und Basisstationen) untersucht. Kurzfristig meint einen Zeitbereich von Minuten bis mehrere Stunden. Langzeitstudien liegen noch nicht vor. Die bisherigen Ergebnisse sind uneinheitlich. Einige Arbeiten deuten darauf hin, dass Mobilfunk-Exposition zur Verbesserung der Aufmerksamkeit und des Gedächtnisses führen kann. Andere Studien fanden jedoch keine Wirkungen oder auch eine Beeinträchtigung von kognitiven Leistungen. Die Verschiedenheit der Ergebnisse kann wissenschaftlich noch nicht erklärt werden. Sicher spielen unterschiedliche methodische Ansatze in den einzelnen Studien eine Rolle. 

Bezüglich niederfrequenter Felder weist eine klare Mehrheit der Studien darauf hin, dass niederfrequente Magnetfelder kognitive Leistungen nicht negativ (oder positiv) beeinflussen.

Wichtig ist an dieser Stelle zu betonen, dass die gefundenen Einflüsse kein Gesundheitsrisiko darstellen. Alle Effekte sind vergleichsweise subtil und liegen innerhalb der natürlichen Schwankungen oder der „Tagesform“. Das Deutsche Bundesamt für Strahlenschutz betont, dass bei allen dokumentierten Wirkungen keine Beeinträchtigung der Gesundheit vorliege. 

Schlussfolgerungen

Es gibt Hinweise darauf, dass eine kurzfristige Wirkung elektromagnetischer Felder des Mobilfunks die kognitiven Fähigkeiten beeinflussen könnte. Die bisherigen Ergebnisse sind jedoch nicht einheitlich, teilweise auch widersprüchlich. Gesundheitliche Auswirkungen sind keine festgestellt worden. Bezüglich niederfrequenter Magnetfelder weist eine deutliche Mehrheit der Studien darauf hin, dass kognitive Leistungen nicht beeinflusst werden.

Ausgewählte Literatur (Übersichtsarbeiten)

BioInitiative Working Group (2012). Health effects from radiofrequency electromagnetic fields. BioInitiative Report, www.bioinitiative.org. Section 9.

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Barth, A., Ponocny, I., Ponocny-Seliger, E., Vana, N., Winker, R. (2010). Effects of extremely low-frequency magnetic field exposure on cognitive functions: results of a meta-analysis. Bioelectromagnetics, 31, 3, 173-179.

Bundesamt für Umwelt (BAFU) (2007). Hochfrequente Strahlung und Gesundheit. Bewertung von wissenschaftlichen Studien im Niedrigdosisbereich. Bern: BAFU.

Di Lazzaro, V., F. Capone, F. Apollonio, P. A. Borea, R. Cadossi, L. Fassina, C. Grassi, M. Liberti, A. Paffi, M. Parazzini, K. Varani and P. Ravazzani (2013). A consensus panel review of central nervous system effects of the exposure to low-intensity extremely low-frequency magnetic fields. Brain Stimul, 6, 4, 469-476.

Dürrenberger, G., Leuchtmann, P., Röösli, M., Siegrist, M., Sütterlin, B. (2015). Fachliteratur-Monitoring "EMF von Strom-Technologien". BFE, Bern. Publikation 291030, Kapitel 3.3.6.2.

Gollnick, F., Dubois, W. (2007). Wirkung von EMF auf das menschliche Gehirn. Newsletter der Forschungsgemeinschaft Funk, 4, 1-13.

Independent Advisory Group on Non-Ionising Radiation (AGNIR) (2012). Health effects from radiofrequency electromagnetic fields.  U.K. Health Protection Agency, Oxfordshire. Chapter 5.1.1, 205-207.

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Regel, S.J., Achermann, P. (2011). Cognitive performance measures in bioelectromagnetic research - critical evaluation and recommendations. Environ Health (online publication), 10 (10), doi:10.1186/1476-069X-10-10.

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FSM-Forschungsprojekte zum Thema Kognitive Fähigkeiten

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Lustenberger, C., O’Gorman, R.,  Pugin, F., Tüshaus, L., Wehrle, F., Achermann, P., and Huber, R. (2014). Sleep Spindles Are Related to Schizotypal Personality Traits and Thalamic Glutamine/Glutamate in Healthy Subjects. Schizophrenia Bulletin July 29, 2014 Download

Lustenberger, C., Murbach, M., Tüshaus, L., Wehrle, F., Kuster, N., Achermann, P., and Huber, R. (2015). Inter-individual and Intra-individual Variation of the Effects of Pulsed RFEMF Exposure on the Human Sleep Elektroenzephalogramm (EEG), Bioelectromagnetics 36, 3, 169-177. Download  Peer reviewed

Lustenberger, C., Wehrle, F., Tüshaus, L., Achermann, P., and Huber, R. (2015). The multidimensional aspects of sleep spindles and their relationship to word-pair memory consolidation. Sleep 2015, 38, 7, 1093-103.  Peer reviewed

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Publikation/en:
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Lustenberger C., Murbach M., Dürr R., Schmid M.R., Kuster N., Achermann P., Huber R. (2013). Stimulation of the brain with radiofrequency electromagnetic field pulses affects sleep-dependent performance improvement. Brain Stimulation 6 (2013) 805-811 Download  Peer reviewed

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